Einführung
Wenn selbst das vergleichsweise kleine miniLDV für Ihre Anwendung zu groß ist, könnte das microV die perfekte Lösung sein. Häufig eingesetzt bei Traversen in engen Räumen oder direkt in die Rümpfe von Modellen eingebettet, nutzt dieser einzigartige Sensor holographische Strahlformungstechnologie, um den kleinsten „Time-of-Flight“-Sensor der Welt zu ermöglichen.
Ein „Time-of-Flight“-Sensor misst die Geschwindigkeit, indem er das Auftreten von zwei Ereignissen zeitlich erfasst. Im Fall des microV handelt es sich dabei um das Überqueren von zwei unterschiedlichen Miniatur-Laserschichten durch ein Partikel. Durch Kenntnis des Abstands zwischen den Laserschichten im physischen Raum kann die Geschwindigkeit mithilfe der einfachen Beziehung Geschwindigkeit = Entfernung / Zeit präzise berechnet werden.
Eine holographische Optik ist eine Linse mit besonderen Eigenschaften. Wenn Licht in ein Medium wie Glas oder Wasser eintritt, wird seine Geschwindigkeit verringert. Der Brechungsindex eines Mediums entspricht einer relativen Messung der Lichtgeschwindigkeit im Vergleich zu der im Vakuum – je höher der Index, desto geringer die Lichtgeschwindigkeit. Dies bedeutet, dass kleine Glasstücke verwendet werden können, um einen Teil der Welle „zu verlangsamen“, sodass die Welle beim Austritt mit anderen Teilen ihrer selbst interferieren kann. Das Ergebnis ist die erstaunliche Fähigkeit, Laserstrahlen zu „formen“.
Messung von Geschwindigkeit und Richtung ohne bewegliche Teile
Im microV erzeugt die patentierte holographische Optik zwei mikroskopisch dünne Laserschichten in einem bestimmten Abstand vom Sensor (siehe Abbildung). Die Optik enthält auch zwei unterschiedliche Empfänger – einen für jede Laserschicht. Dies ermöglicht die Unterscheidung, welche Laserschicht zuerst überquert wurde, was natürlich die Flussrichtung ergibt. Der Beobachtungsbereich des microV ist so klein, dass es praktisch unmöglich ist, die Zeitflugmessung zu verwechseln.
